2021

Krieg und Frieden in der Demokratie

 

In der ‚alten‘, westlichen Bundesrepublik wurde uns beigebracht: Demokratie bedeutet Frieden, Diktatur bedeutet Krieg. Heute gibt es kaum mehr Diktaturen. Die Demokratie gilt als einzig legitime Staatsform. Die Kriege aber sind nicht verschwunden. Auch deutsche Soldaten kämpfen in verschiedenen Regionen der Welt – meist für Demokratie und Freiheit. Gehört damit der Krieg genauso zur Demokratie wie der Frieden? Oder ist eine ideale Demokratie ohne Krieg denkbar? Wie verhält sich überhaupt die Demokratie zu Krieg und Frieden, die Freiheit zu Gewalt und Gewaltlosigkeit? Diese Fragen werden das 21. Jahrhundert noch eine Weile beschäftigen.

 

Die diesjährigen Koblenzer Wochen der Demokratie (01.09.-03.10.2021) stellen sie ins Zentrum, um auf breiter Basis zu ihrer Diskussion aufzurufen. Koblenz, das Rheinland und die Region haben bis heute ihre ganz eigene Demokratie-, Kriegs- und Friedensgeschichte, aus der sich vielleicht etwas lernen lässt. Doch auch Projekte und Veranstaltungen zur nationalen und internationalen Dimension des Themas sind willkommen.

 

 

Grußwort von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und Schirmherrin der Koblenzer Wochen der Demokratie 2021:

 

Sehr geehrte Herren und Damen,          
liebe Demokraten und Demokratinnen,
 
zu den Koblenzer Wochen der Demokratie begrüße ich Sie ganz herzlich! Vom 1. September 2021 bis 3. Oktober 2021 finden in Koblenz wieder viele engagierte Bürger und Bürgerinnen zusammen, um sich gemeinsam mit den Besuchern und Besucherinnen in Form von Projekten, Vorträgen und Diskussionen über die Zukunft unserer demokratischen Gesellschaft auszutauschen.
 
Schwerpunkt der diesjährigen Koblenzer Wochen der Demokratie ist das Thema „Krieg und Frieden in der Demokratie“. Während der Corona-Pandemie habe ich in Rheinland-Pfalz eine große Welle der Solidarität erfahren. Initiativen, Vereine und Nachbarschaftshilfen haben blitzschnell auf die vielen neuen Herausforderungen reagiert und in beeindruckenden Aktionen hilfsbedürftige Mitmenschen unmittelbar und bedingungslos unterstützt. Leider gibt es auch Akteure in unserem Land, die Ängste schüren und Misstrauen streuen. Sie versuchen die Auswirkungen der Corona-Pandemie dafür zu nutzen, um Mitbürger und Mitbürgerinnen auszugrenzen. Diese Mittel der Spaltung sind tief antidemokratisch und gefährden unsere Gemeinschaft. Als Demokraten und Demokratinnen ist es unsere Pflicht Haltung zu zeigen und diesen Mechanismen der Intoleranz entschlossen entgegenzutreten. In Rheinland-Pfalz haben wir keinen Platz für Hass und Hetze!
 
Ich danke Ihnen allen für Ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement und wünsche Ihnen viel Kraft und Energie für die zukünftigen Herausforderungen. Besonders bedanken möchte ich mich bei den Organisatoren und Organisatorinnen dieser tollen Veranstaltung sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen für ihren unermüdlichen Einsatz!
 
Gemeinsam setzen wir mit den Koblenzer Wochen der Demokratie ein starkes Zeichen für unsere solidarische, weltoffene und tolerante Gesellschaft!
 
 
Unterschrift
Malu Dreyer
 
Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz

Malu Dreyer_Portrait

 
Grußwort von PD Dr. Margit Theis-Scholz, Dezernentin für Bildung und Kultur der Stadt Koblenz:

Theis-Scholz_Portrait

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Koblenzerinnen und Koblenzer,
 
die „Koblenzer Wochen der Demokratie“ haben sich mittlerweile als feste Veranstaltungsreihe in den Jahreskalender unserer Stadt eingefügt. Jedes Jahr organisieren mehrheitlich zivilgesellschaftliche Initiativen, Vereine, Verbände und Institutionen viele interessante Angebote, die zur Auseinandersetzung mit der demokratischen Kultur und deren Werten anregen und zu einem Dialog darüber einladen. Für ihr Engagement und ihre Beteiligung möchte ich mich herzlich bei allen Akteurinnen und Akteuren bedanken!
 
2021 widmen sich die Koblenzer Wochen der Demokratie dem Schwerpunkt „Krieg und Frieden in der Demokratie“. Am 1. September, dem Antikriegstag, werden die Demokratiewochen mit der „Koblenzer Friedensglocke“ eingeläutet.
 
Angeregt durch das Projekt #PeaceBell des Künstlers Michael Patrick Kelly und durch die Unterstützung vieler Fördergeber konnte die „Koblenzer Friedensglocke“ hergestellt werden, für die Munitionsfunde aus der im 2. Weltkrieg stark beschädigten Stadt und ihrer Umgebung eingeschmolzen wurden. Symbolhaft steht die #PeaceBell für die Abkehr von Krieg, Hass und Hetze hin zu Frieden, Toleranz und Respekt vor der Würde eines jeden Einzelnen.
 
Demokratie bedeutet Frieden, heißt es. Doch hängen Krieg und Frieden, Krieg und Demokratie, eng miteinander zusammen. Unsere Demokratie ist nicht gefeit vor Angriffen. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie führt uns dies vor Augen. Umso mehr müssen wir dafür sorgen, dass die Demokratie geschützt wird, dass sie im gemeinsamen Dialog gestaltet und fortentwickelt wird.
 
Ich wünsche allen Bürgerinnen und Bürgern interessante Stunden und spannende Gespräche im Rahmen der diesjährigen „Koblenzer Wochen der Demokratie“. Kommen Sie und beteiligen Sie sich aktiv, um die demokratische Kultur vor Ort zu gestalten und zu stärken!
 
PD Dr. Margit Theis-Scholz
Dezernentin für Bildung und Kultur der Stadt Koblenz

Programmübersicht
 

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